Ungleichheit

Ungleichheit ist ein Thema, das sich durch alle Belange einer Stadtgesellschaft zieht. Beispiele für Ungleichheit sind schnell genannt. Manche liegen auf der Hand, andere fallen erst auf den zweiten Blick ins Auge: Frau und Mann, arm und reich, alt und jung, aber auch Ungleichheit durch die Vielfalt der Menschen mit ihren Bedürfnissen und Interessen, Vorlieben und Lebensstilen, die geprägt sind von verschiedensten Erfahrungshorizonten in puncto Bildung, Beruf, familiärer Sozialisation sowie von kulturellem Hintergrund und religiöser Orientierung.

Zentrale Fragen dieses Handlungsfelds der Stadtentwicklung lauten: Wie manifestieren sich Unterschiede in Hanau? Welche Unterschiede sind im Alltag besonders herausfordernd? Welche Haltung hat die Hanauer Stadtgesellschaft den Unterschieden gegenüber? Wie geht man mit Konflikten um und wie kann man für Zusammenhalt, für ein Miteinander, für Gerechtigkeit und für Chancen zur gesellschaftlichen Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger in Hanau sorgen? Es geht also unter anderem darum, Programme sozialer Stadtentwicklung zu entwerfen, die dem Trend wachsender Ungleichheit entgegenwirken. In einem Hanau der Zukunft geht es um Integration unter anderem von Menschen mit Migrationshintergrund, um gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung oder sozialer Benachteiligung. Und es geht natürlich auch um Fragen der Jugend- und Sozialarbeit.

Nicolas Kremershof