Mitmachen

In der Freiwilligen Feuerwehr, beim Roten Kreuz, im Sport, in der Kultur, in unterschiedlichen religiösen Gemeinden, bei diversen Fördervereinen und Nachbarschaftshilfen oder in der Kleingartenkolonie – es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich in der Stadtgesellschaft persönlich zu engagieren, aus eigenem Antrieb „mitzumachen“.

Das macht eine Stadt lebendig, das schafft Gemeinwesen und Heimatgefühl. Doch Lebenswege werden individueller, werden flexibler – und dauerhaftes ehrenamtliches Engagement wird schwieriger. Menschen beteiligen sich häufiger lediglich projektbezogen. Das ist nichts Nachteiliges, aber stellt Vereine und andere Träger zum Beispiel vor die Aufgabe Angebote zu schaffen, bei denen Menschen sich möglicherweise unverbindlicher oder auf kürzere Zeit einbringen können. In diesem Zusammenhang stellt sich natürlich auch die Frage, inwieweit die Stadt persönliches Engagement unterstützen kann.

Mitmachen zeigt sich aber auch im Interesse und in der Teilhabe an einzelnen Projekten, die die Stadt betreffen, Stichwort: Bürgerbeteiligung. Im Hanau der Zukunft soll es Möglichkeiten für alle Bürgerinnen und Bürger geben, sich mit öffentlichen Belangen auseinanderzusetzen. Welche Formate kommen dafür in Frage? Mit welchen Mitteln und Wegen lässt sich Lust auf politisches Mitmachen wecken, das sich nicht nur auf die besonders sprachfähigen Bürgerinnen und Bürger beschränkt? Und wie können die Jugendlichen in der Stadt in all das eingebunden werden?

Fest steht: Eine lebendige Stadtgesellschaft ist ohne die vielfältige Anteilnahme und Mitwirkung ihrer Bürgerschaft schlicht undenkbar.

Nicolas Kremershof