Fortbewegen

Zu Fuß, mit dem Rad, mit dem Auto oder mit „den Öffentlichen“: In einer Stadt unkompliziert mobil sein zu können, ist enorm wichtig.

Für die Entwicklung Hanaus spielen dabei vielfältige Anforderungen in Sachen Klimaschutz beziehungsweise Lärmbelastung und Luftverschmutzung ebenso eine Rolle wie Fragen der Barrierefreiheit, der E-Mobilität oder des Parkflächenbedarfs. Trendforscher würden sagen: Möglichst ökologisch und digital vernetzt sollte es sein. Aber was bedeutet das konkret und was sollte Hanau in Zukunft vielleicht auch lassen, um Fortbewegung für alle Bedürfnisse, Altersgruppen und Anlässe zu ermöglichen? Die Gedanken über ein zukünftiges Hanau „in Bewegung“ können in verschiedenste Richtungen gehen. Der Kernbereich der Innenstadt könnte zur verkehrsberuhigten Zone werden, (selbstfahrende) Shuttles verbinden ihn mit den Parkhäusern am Rand. Angebote für E-Mobilität oder andere Antriebssysteme könnten gestärkt werden, Teile des Innenstadtrings könnten zum Radweg werden, Apps könnten Auskunft geben über aktuell freie Parkflächen. Wichtig zu überlegen ist auch, wie die Mobilität von Kindern, Senioren und Menschen mit Einschränkungen weiter voranzubringen ist. Nicht vernachlässigen darf man bei all den Überlegungen die Frage: Was sollte und darf Mobilität die Verbraucherin und den Verbraucher am Ende kosten?

Bewegung von Personen und Gütern in, nach und aus Hanau

Die Mobilität in unserer Gesellschaft nimmt stetig zu. Für die Dynamik in unserer Stadt, für wirtschaftliches Wachstum und Fortschritt sowie für den individuellen Erfolg und die gesellschaftliche Teilhabe der Menschen ist eine effiziente und zukunftsgerichtete Infrastruktur des Fortbewegens unverzichtbar. Von Fußgängern über Radfahrer und Nutzern des Nahverkehrs bis zur Fahrt mit dem Auto gilt: Bürgerinnen und Bürger, Pendler und Lieferanten benötigen verknüpfte flexible Chancen der bestmöglichen Fortbewegung. Für die Entwicklung Hanaus spielen dabei vielfältige Anforderungen in Sachen Klimaschutz bzw. Lärmbelastung und Luftverschmutzung ebenso eine Rolle wie Fragen der Barrierefreiheit, der zukunftsorientierten Antriebstechnologien oder des Parkflächenbedarfs.

 

Bundesstraße 8, 43, 43a und 45

Bundesautobahn 3, 45 und 66

Flughafen Frankfurt in 30 km Entfernung

Mainhafen Hanau, zweitgrößter Binnenhafen am Main

Nahverkehrsverbindungen der S 8, 9; RB 33, 50, 55, 56, 64

ICE-Bahnhof

Straßen- und Wegenetz 252 km

Radverkehrswege 180 km

Parkflächen im öffentlichen Raum ca. 12.000 m2

Parken in Parkhäusern und -plätze ca. 4.000

Ein- und Auspendler Innenstadt 75.000 (täglich)

Paketlieferungen täglich ca. 6.600 (im Weihnachtsgeschäft 3-4-fach)


Nahverkehrsplan Hanau

Hanau erstellt einen zukunftsweisenden Nahverkehrsplan (NVP), in dem die Bedarfe und Maßnahmen für die nächsten fünf Jahre enthalten sein werden. Der NVP entsteht in einem intensiven Prozess unter Beteiligung von Ortsbeiräten und öffentlichen Institutionen. Er enthält neben der Bestandsaufnahme auch die Definition von Standards wie bspw. für die Erschließung von Siedlungs- und Gewerbegebieten, der Innenstadt und der Schulstandorte oder Haltestelleneinzugsbereiche, Bedienungszeiten, Takte und Verknüpfung mit anderen Verkehrssystemen. Es werden mögliche Handlungsbedarfe und Rahmenbedingungen für den öffentlichen Nahverkehr wie zum Beispiel die Gestaltung des Liniennetzes, die Definition von Mobilitätsstationen, die Barrierefreiheit bei den Haltestellen und das Taktgefüge festgelegt. Mit der Umsetzung wird nach Beschluss durch die Stadtverordneten voraussichtlich im Dezember 2019 begonnen.

Vorgesehene Entwicklungsschwerpunkte im Stadtgebiet

RMV Mobilität 2030

Um Luftverschmutzung und Dauerstaus zu verringern, werden Busse und Bahnen zukünftig immer wichtiger werden. Durch einen Mix aus attraktiven Tarifen, mehr Fahrten, hoher Qualität und vernetzten Mobilitätsangeboten soll der öffentliche Nahverkehr in Zukunft noch attraktiver werden. Diese und weitere Maßnahmen sind Teil einer umfassenden Mobilitätsstrategie mit sieben Punkten für die Zukunft der Region FrankfurtRheinMain:

Nicolas Kremershof